oder: Wie schön es für mich ist, von Unterstützern getragen zu sein
„Daddy zahlt“ ist einer meiner Lieblingssätze in der Flame und ich verwende ihn häufig. Ich denke ihn, wenn ich mir etwas gönnen möchte und ich sage ihn, wenn ich einfach ganz freigiebig anderen etwas ausgebe, weil ich weiß, dass mein Vater im Himmel seinen Kindern so zuteilt.
Überreich versorgt und gesegnet
Aus anderen Phasen im meinem Leben kenne ich es, dass ich mir Sorgen mache: „Reicht mein Geld bis zum Ende des Monats?“, „Kann ich mir das leisten oder sollte ich lieber sparen?“ Vor allem in Phasen in meinem Studium, in denen ich knapp bei Kasse war, waren mir diese Fragen sehr bekannt und ich habe mir alles vom Mund abgespart. Oft steckte ich in einem richtigen Mangeldenken.
Vor der Flame stand ich mit ungefähr keinen finanziellen Ressourcen da. Ich wusste, dass Gott mich gerufen hatte und ich wusste, dass er mich für diesen Ruf auch würde versorgen müssen. Mir war klar, dass ich auf die Hilfe von Unterstützern angewiesen sein würde. Da ich Gott gerade als Vater ganz neu erlebt hatte, fiel es mir leicht zu glauben, dass er mir genügend Unterstützung schenken würde. Und das hat er getan! Aber nicht nur das. Er beschenkt mich auch darüber hinaus verschwenderisch mit den Schätzen seines Königreichs.
Meine finanzielle Situation lässt sich ganz gut so zusammenfassen: „ohne Angst, ohne Sorgen, ohne Gedanken an morgen“. Ich habe tatsächlich alles, was ich brauche. Ich habe genug finanzielle Mittel, um unbesorgt durch den Monat zu kommen. Ich habe außerdem Polster für größere Ausgaben und Gott sorgt auch dafür, dass diese nicht zu hoch werden: Wir haben als WG eine relativ günstige Wohnung bekommen, Gott hat mich (an Nikolaus) mit einem wunderschönen alten Regal versorgt, das ich „zu verschenken“ auf der Straße gefunden habe und er hat mir zu einer günstigen neuen Schlafcouch verholfen.
Ein Gott mit „Sahnetorten-Mentalität“
In der Flame haben wir ein schönes Wort gelernt, das wir ebenfalls mit Hingabe beutzen: „Sahnetorten-Mentalität“. Sahnetorten-Mentalität ist das Gegenteil von Keks-Mentalität. Ein Mensch, der nach der Keks-Mentalität lebt, misst jedem Menschen ganz genau abgezählt gleich viel zu, weil es nur begrenzt viele Kekse gibt. Nach der Sahnetorten-Mentalität zu leben, bedeutet: Es gibt eine fette Sahnetorte und es ist mehr da, als wir essen können – wie groß darf dein Stück sein? Gott ist ein Gott der Fülle und ein Gott mit Sahnetorten-Mentalität. Er hat unbegrenzte Ressourcen und verteilt diese verschwenderisch an seine Kinder. Das durfte ich während der Flame immer wieder erleben.
Wunder
Im Dezember haben wir z.B. als WG eine Einweihungsparty für unsere neue Wohnung gefeiert. Dafür hatten wir ordentlich Getränke und ein riesiges Buffet frei nach der Sahnetorten-Mentalität eingekauft. Am Tag nach der Party habe ich dann eine E-mail bekommen, dass mich jemand einmalig mit einem größeren Betrag unterstützen möchte. Gott war wohl der Ansicht, dass erhöhte Kosten auch erhöhtes Taschengeld von ihm erfordern.
Eine andere Situation habe ich auf der Straße erlebt, als eine Frau auf dem Fahrrad an mir vorbei fuhr, plötzlich wieder umdrehte und mir 50€ schenkte, weil sie selbst gerade beschenkt worden war. Ich brauchte das Geld nicht, aber ich habe mich riesig gefreut.
Ich habe Ähnliches schon gelesen von „großen Leuten“, die irgendein Werk aufbauen und dafür Geld benötigen (natürlich handelte es sich dabei auch um größere Geldsummen). Dass aber ich als „normale Frau“ solche Wunder erlebe, ohne etwas zu brauchen, ist für mich absolut verrückt und einfach nur schön!
Als Kind wollte ich immer Geld auf der Straße finden. Wahrscheinlich hätte ich es aber nicht behalten, weil es ja jemand verloren hat und es somit nicht mir gehört. Dass mir stattdessen 50€ auf der Straße geschenkt werden, ist einfach die göttliche Erfüllung dieses Traums!
Leben nach der „Sahnetorten-Mentalität“
Mit das Schönste daran, mir bewusst zu sein, dass ich ganz aus Gottes Reichtümern lebe, ist, dass ich mit offenen Händen leben und seine Reichtümer nach seiner Manier für mich und für andere ausgeben darf. Es bedeutet für mich große Freiheit, zu wissen, dass ich unbeschwert meinen Zehnten dort in sein Reich investieren darf, wo er und ich etwas vorwärts bringen wollen, dass ich mir etwas gönnen darf, dass ich andere einladen darf und dass ich viele Geschenke machen darf. Am liebsten verschenke ich Blumen, weil ich weiß, der Vater ist der Ansicht, dass jede seiner schönen Töchter Blumen verdient. Ich finde es total schön, nicht nur Empfängerin, sondern auch Verwalterin von Gottes Reichtümern sein zu dürfen.
Wenn ich „Daddy zahlt“ sage, schwingt all das oben Beschriebene darin mit. „Daddy zahlt“ ist auf der einen Seite Ausdruck meiner Dankbarkeit und meiner Freude darüber, dass ich voll und ganz auf Gottes Güte und seine Versorgung angewiesen bin und dass er mich und durch mich andere überreich versorgt. Auf der anderen Seite ist es Ausdruck meines Vertrauens, dass das so bleiben und sich mehren wird, sollte ich mich als treue Verwalterin erweisen. Ich liebe es wirklich, ein Leben zu leben, in dem mir sehr bewusst ist, dass mein Leben komplett von Gottes Versorgung und Güte abhängt. Von wem wäre es schöner, abhängig zu sein, als von meinem vollkommen guten Vater?
