Das folgende Gedicht ist im Gebetsraum entstanden. Es ist der Versuch, etwas in Worte zu fassen, das Jesus mir über einen längeren Zeitraum offenbart hat.

Vergissmeinnicht
Du wartest.
Sehnsuchtsvoll hälst du Ausschau,
Dein Blick sucht und findet mich,
Du weißt, wo ich zu finden bin –
Immer.
Dein Blick folgt mir –
Erwartend,
Hoffend,
Zitternd,
Bebend,
Träumend –
Wird sie mich ansehen?
Mit ihren Augen, die mir so lieb sind?
Mit diesem Leuchten, das nur ihr eigen ist?
Werden sich unsere Blicke verhaken und wird sie wie ich im Innersten bewegt sein?
Du sagst: Du hast mir das Herz geraubt mit einem einzigen Blick deiner Augen! *
Vergissmeinnicht.
(Esther Lamm)
*(vgl. Hld 4,9)
